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Motivation, Tipps und Tricks für den MedAT

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Benedikts Weg zum Medizinstudium (7)

In den letzten Artikeln habe ich euch meine bevorzugten Lernunterlagen vorgestellt. Doch auch die besten Unterlagen bringen nicht viel, wenn die Lernmotivation fehlt. Was kann man machen, wenn die Motivation mal wieder sinkt und man sich einfach nicht zum Lernen überreden kann?

Vorausschicken möchte ich, dass sich vermutlich jede Person mit unterschiedlichen Mitteln motivieren kann. Zu Lernbeginn ist man meist sehr motiviert, die Übungen sind neu und machen (manchmal zumindest) auch ein wenig Spaß. Nach einigen Wochen werden sie tendenziell langweiliger und man ist frustriert, da man nie das erwünschte hoch angesetzte Ergebnis erreicht. Bei mir kam dieser Punkt glücklicherweise sehr spät – lag vermutlich an meinen sehr unregelmäßigen Übungssessions. Als ich nach einigen Monaten die Übungsfrequenz erhöhte, wurde mir sehr schnell klar, dass ich zwar einen Fortschritt gemacht hatte, dieser jedoch nicht so groß war wie erhofft. Und damit sank bei mir die Motivation erst mal ins fast Bodenlose.

Glücklicherweise hatte ich zu dieser Zeit beim Roten Kreuz mit meiner Sanitäterausbildung angefangen und schnell Bekanntschaft mit anderen gemacht, die sich ebenfalls für den MedAT vorbereiteten. Als wir die ersten gemeinsamen Lernsessions einlegten, stieg meine Motivation wieder an, da wir die Übungen auch teilweise als Wettbewerb sahen und somit auch ein Anreiz gegeben war, auch zuhause mehr zu üben.

Gleichzeitig hatte ich die Pflicht, mich in dieser knappen Zeit für die Matura vorzubereiten. Zum Glück musste ich mich auch mit BMS-Themen in der Schule auseinandersetzen. Ich merkte hier sehr schnell, dass sich die maturarelevanten Stoffgebiete sehr stark mit denen des MedATs überschnitten. Mir wurde das erste Mal bewusst, wie wertvoll meine Entscheidung für eine mündliche Matura in Chemie und Biologie wirklich war. Auch das steigerte meine Motivation erneut, da ich das riesige Stoffgebiet nicht, wie ich befürchtet hatte, nach der Matura in nur wenigen Wochen lernen musste.

Natürlich sind Lernsessions, welche sich über 14 Stunden pro Tag (und das über mehrere Wochen) erstrecken, sehr anstrengend und können den Kopf schnell zum Platzen bringen. Hierbei war für mich sehr hilfreich, eine gewisse Art von Ausgleich zu betreiben, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen. Was mir sehr gut half und auch noch heute sehr nützlich vor so manch einer großen Prüfung ist, ist Sport. Joggen, Krafttraining,…. etc. eignen sich hervorragend, um die Konzentrationsfähigkeit wieder zu steigern. Es war ausreichend, etwa 15-30 Minuten Turnübungen, wie Liegestütze, Sit-Ups oder Klimmzüge, auszuüben.

Zusammenfassend meine MedAT-Tipps:

  • Sucht euch jemanden, mit dem ihr gemeinsam lernen könnt, macht einen freundschaftlichen Wettbewerb aus den Übungen, das spornt an!
  • Versucht euch bei der Matura die Fächer so auszusuchen, dass der Stoff möglichst mit den Themengebieten übereinstimmt, um Stress zu vermeiden!
  • Macht zwischendurch körperliche Übungen, um den Kopf frei zu bekommen. Schnelle Lauf-Sessions und Kraftübungen eignen sich perfekt, um die Konzentration erneut zu steigern!

Weitere MedAT-Tricks

1.  Fangt früh damit an, für den kognitiven Teil zu üben. Hier braucht ihr Training über längere Zeit. Versucht beim kognitiven Teil eure eigenen Schwachstellen zu erkennen und übt diese gezielt. Das kann sehr frustrierend sein, aber von nichts kommt nichts und mit genügend Übung werden selbst die schlimmsten Teile für euch machbar. Meine Empfehlung zum Lernen: Holt euch aktuelle Lernunterlagen, es werden jedes Jahr Anpassungen am Test durchgeführt, die hier ebenfalls beachtet werden. Für jedes Aufgabengebiet gibt’s Tipps, wie ihr euch die Übungen erleichtern könnt. Die Vorbereitungsunterlagen werden jedes Jahr besser! 🙂

2.  Der Stoff für den BMS ist in vergleichbar kurzer Zeit lernbar, sofern man sich in jüngster Vergangenheit damit beschäftigt hat – zum Beispiel im Zuge der Matura. Für den BMS gibt es eine Stichwortliste – unbedingt ansehen. Zum Lernen reichen die Schulbücher der Oberstufe. Keine Medizinbücher kaufen, die sind viel zu genau für den Test.

3.  Verliert euer Ziel bei der Vorbereitung nicht aus den Augen. Die Motivation kann schnell nachlassen und man vernachlässigt die schwereren Teile. Trefft euch mit anderen Bewerbenden und macht zusammen Übungen oder kleine Wettkämpfe daraus. Das spornt an.

4.  Falls ihr einen Vorbereitungskurs besuchen wollt, seht euch das Programm an, was geboten wird, holt euch Referenzen dazu ein, manche Kurse locken mit niedrigen Preisen, bieten aber wenig, andere sind stark überteuert. Wichtig: Testsimulationen

5.  Nehmt bei Möglichkeit Kontakt zu einer Person auf, die den Test zumindest schon einmal gemacht hat und lasst euch alle offenen Fragen zum Ablauf des Testtags beantworten. Wenn man weiß, wann man wo sein muss und was wann geschieht nimmt das sehr viel Stress.

6.  Besorgt euch eine Unterkunft für die Nacht vor dem Test, falls ihr eine weitere Anreise habt. Ausgeschlafen zum Test zu erscheinen kann wichtige Punkte wert sein.

7.  Überlegt euch VOR der Anmeldung gut, in welche Stadt ihr ziehen möchtet. Das Wechseln von einer Uni zur anderen ist im ersten Jahr nicht so einfach möglich.

8.  Legt euch einen Plan B zurecht, meldet euch ebenfalls für andere Studien an. Das nimmt viel Last von den Schultern. Das Abmelden von einem anderen Studium ist einfacher, als sich zu spät dafür anzumelden.

Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare,
Benedikt.

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Abdallah
Abdallah
1 Jahr zuvor

Tolle Leistung!!! Wirklich, woow!