Evolutions­faktoren

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Evolutionsfaktoren sind Mechanismen, die Veränderungen im Genpool einer Population bewirken und damit die Evolution vorantreiben. Diese Prozesse ermöglichen es Organismen, sich über Generationen hinweg anzupassen und neue Arten zu bilden.

Was sind Evolutions­faktoren?

Evolutionsfaktoren bewirken genetische Veränderungen innerhalb einer Population. Zu den wichtigsten Evolutionsfaktoren gehören Mutation, Rekombination, natürliche Selektion und Gendrift, die gemeinsam die Veränderungen des Genpools bedingen.

Mutation als Evolutions­faktor

Mutation beschreibt spontane Erbgutveränderungen, die neue Genvariationen schaffen. Mutationen können vererbt werden und langfristig die Entwicklung von Arten beeinflussen. Einige Mutationen sind neutral, während andere einen Vorteil oder Nachteil für das Überleben bieten.

Rekombination als Evolutions­faktor

Die Rekombination sorgt während der Meiose für eine Neuanordnung der Gene, was die genetische Vielfalt innerhalb einer Population erhöht. Sie verändert den Genpool nicht, erhöht jedoch die Variabilität der genetischen Kombinationen.

Natürliche Selektion als Evolutions­faktor

Die natürliche Selektion verhilft Organismen mit vorteilhaften genetischen Eigenschaften zu einer höheren Überlebens- und Fortpflanzungschance. Diese positiven Merkmale setzen sich über Generationen hinweg durch, während nachteilige Merkmale über die Zeit eliminiert werden.

Gendrift als Evolutions­faktor

Gendrift beschreibt zufällige Veränderungen in der Allelhäufigkeit, die besonders in kleinen Populationen starke Auswirkungen zeigen. Durch Ereignisse wie Naturkatastrophen oder den Gründereffekt kann der Genpool schnell und unvorhersehbar verändert werden.

Isolation als Evolutions­faktor

Isolation trennt Populationen und verhindert den Genfluss, wodurch sich Populationen unabhängig voneinander entwickeln. Geografische Isolation ist besonders wichtig bei der allopatrischen Artbildung.

Zusammenspiel der Evolutions­faktoren 

Mutationen und Rekombinationen erhöhen die genetische Vielfalt, während natürliche Selektion die vorteilhaften Merkmale auswählt. In Kombination mit Isolation können diese Prozesse zur Entstehung neuer Arten führen und die biologische Vielfalt erweitern.

Fazit

Evolutionsfaktoren wie Mutation, Rekombination, natürliche Selektion und Gendrift treiben die Anpassung und Artbildung voran. Sie erklären, wie Organismen sich entwickeln und wie neue Arten entstehen.

MedAT-Beispielfrage

Welche Aussagen zu Evolutionsfaktoren sind korrekt?

1. Mutation führt zu einer Neuanordnung der Gene während der Meiose.
2. Gendrift hat besonders in großen Populationen starke Auswirkungen.
3. Natürliche Selektion eliminiert nachteilige Merkmale über die Zeit.
4. Rekombination schafft neue Genvariationen durch spontane Erbgutveränderungen.
5. Geografische Isolation kann zur allopatrischen Artbildung führen.

A) Aussage 1 und 5 sind richtig.
B) Aussage 3 und 5 sind richtig.
C) Aussage 2, 3 und 4 sind richtig.
D) Aussage 1, 4 und 5 sind richtig.
E) Aussage 3, 4 und 5 sind richtig.

Die Antwort findest du im Video.

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Insider-Tipp von Max (MasterClass-Tutor)

Evolutionsfaktoren sind ein beliebtes Thema beim MedAT. Du solltest in der Lage sein, Mutation, Rekombination, natürliche Selektion und Gendrift den Evolutionsfaktoren zuzuordnen. Auch ihre Unterscheidung ist wichtig. Die wichtigsten Informationen zum Thema Evolutionsfaktoren findest du auf unserer E-Learning-Plattform MEDBREAKER ONE.