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Du stehst am Beginn deiner Reise zum MedAT? Wir sind für dich da. Gemeinsam und erfolgreich zum MedAT. Mit diesen Infos hast du den Durchblick!

Der MedAT

Soziales Entscheiden

15 min (90 Sek./Aufgabe) 10 Aufgaben Anteil: 5 % SEK

Mit diesem Untertest soll herausgefunden werden, wie du dich in bestimmte Alltags- und Berufssituationen hineinversetzen und aus dem gegebenen Kontext sozial angesehene Entscheidungen treffen kannst. In den folgenden Entscheidungssituationen sollst du erkennen, wie bedeutsam – deiner Meinung nach – die Antwortoptionen für deine individuelle Entscheidungsfindung sind. Diese gilt es – auf Basis ihrer Wichtigkeit – von A bis E anzuordnen, wobei A die moralisch wichtigste und E die für dich am wenigsten wichtige Überlegung ist. Jede Rangordnung darf nur einmal vergeben werden. Wird ein Rangplatz doppelt oder gar nicht vergeben, so wird die Antwort als ungültig bewertet. Die anschließende Testleistung ergibt sich aus der prozentuellen Übereinstimmung deiner Rangreihung und der aus der Theorie abgeleiteten Rangreihung. Letztes Jahr konnte pro Aufgabe maximal ein Punkt erreicht werden. Durch die spezielle Art der Bewertung der Testleistung ergibt sich ausschließlich für diesen Untertest die Möglichkeit, dass man für teilweise richtige Antworten auch z. B. 0,9 Punkte bekommen kann.

Anna ist Ärztin. Sie darf bei einem riskanten Eingriff assistieren. Kurz vor der OP bemerkt sie, dass der Oberarzt Alkohol getrunken hat. Er ist jener Arzt, der die OP später durchführen wird. Anna weiß nicht, wie sie reagieren soll. Wie relevant sollten die Überlegungen deiner Meinung nach sein?

A) Würde ich bei einem OP-Fehler als Mittäterin dastehen?
B) Würde ein Patient diese Beobachtung melden?
C) Würde ich dem erfahrenen Chirurgen bei OPs weiterhin assistieren dürfen und dabei viel lernen, wenn ich sein Geheimnis für mich behalte?
D) Würden es die Statuten des Krankenhauses vorsehen, dass ich die Beobachtung an die Krankenhausleitung weitergebe?
E) Würde ich den Oberarzt melden müssen, da jeder Patient die bestmögliche Versorgung verdient hat? 

Wir sind uns grundsätzlich sicher, dass die sozialen Entscheidungsfähigkeiten – im Allgemeinen – über eine längere Zeit hinweg gut trainiert werden können. Dazu bedarf es ein korrekt ausgeführtes Training und ständiges Feedback, was sehr zeitaufwendig sein kann. Von manchen Seiten heißt es, dass dieser Testteil nicht wirklich gut trainiert werden kann, was von den Testerstellenden so beabsichtigt gewesen sein soll. Ist das soziale Entscheiden also reine Intuition und eigene Meinung? Das mag im wahren Leben zwar zutreffen, beim Test hingegen kann man sich durch gezieltes Training innerhalb kürzester Zeit immens verbessern und wir sind uns bei einer Sache sicher: Sollte dieser Untertest erneut so wie in den letzten Jahren ablaufen, dann hast du mit unseren Strategien gute Karten, ein ausgezeichnetes Ergebnis zu erzielen.

Beginnen wir zunächst mit allgemeinen Informationen: Beim Training ist es besonders wichtig, dass du dich in die beschriebene Situation hineinversetzt. Hinterfrage das Wort „sozial“ kritisch. Sozial bedeutet in diesem Zusammenhang, dass du dich gut in die Lage der Personen hineinversetzen kannst. Die Reihung deiner Überlegungen muss nicht unbedingt sozial erwünscht sein. So wird ein Chef einer großen Pharmafirma gewinnorientiert arbeiten und nicht in erster Linie ein Produkt auf den Markt bringen, das vielen hilft, aber große Verluste macht. Umgekehrt verhält es sich bei Personen der Caritas, die andere Ziele verfolgen und nicht gewinnorientiert arbeiten müssen. Im Internet findet man im EQ-Bereich (emotionale Intelligenz) viele wertvolle Informationen. So bieten diverse Webseiten Übungsmöglichkeiten zum Trainieren der sozialen Kompetenz: https://spiele.sueddeutsche.de/eqtest und https://www.desired.de/tests/persoenlichkeit/eq-test/

Wie in fast jedem Bereich gibt es auch bei der sozialen Kompetenz bereits Trainingsbücher. Inwiefern diese hilfreich für deine Vorbereitung sein können, kannst du dir gerne auf diesem Amazon-Partnerlink ansehen: https://goo.gl/ijpyua

Soziale Kompetenz ist übrigens kontext-, kultur- und situationsabhängig. Generell lassen sich aber einige gute und allgemein gültige ethische Prinzipien, Werte und Handlungsweisen ausmachen. Zu diesen allgemeinen Prinzipien und erstrebenswerten Handlungsweisen zählen in der Regel folgende: Ehrlichkeit, Vertrauen, Verlässlichkeit, Treue, Achtung vor dem Wert des Lebens, Gerechtigkeit, Prinzip des „Guten“, Freiheit, Würde, Unbestechlichkeit, Unabhängigkeit, Toleranz, Sorgfalt, Respekt, Nächstenliebe, Hinterfragung des eigenen Handelns, Wertschätzung, Vorbildwirkung, Bewahrung von Pflichten (Schweigepflicht), Menschenwürde, Transparenz, Verantwortungsbewusstsein, Gesundheitsförderung, Qualitätsbestrebung, sich Zeit nehmen, Kooperationsbereitschaft etc. – diese Werte werden als gute Werte bezeichnet. 

Das Modell, das beim MedAT zum Schlüssel der Erfolgs führt, lautet Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung. Wie dieses funktioniert und wie man damit alle Fragen im VMC korrekt beantworten kann, schauen wir uns gemeinsam mit dir im Med-Breaker und auf MEDBREAKER ONE an. Beide befinden sich übrigens auch im MEBDREAKER | MedAT-Erfolgspaket!

Beim MedAT wirst du in einer Zeit von 10 Minuten einen Aufgabenpool von 10 Beispielen lösen müssen. Die korrekte Reihung aus unserem Übungsbeispiel lautet übrigens: A5 – B3 – C4 – D2 – E1. Unsere Testsimulation für diesen Untertest beginnt nach dem Klicken auf den Button in der Überschrift. Viel Erfolg! 🙂