Präimplantationsdiagnostik

30 min (45 Sek./Aufgabe) 40 Aufgaben Anteil: 17 % BMS

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) spielt in der modernen Medizin und Humangenetik eine immer größere Rolle. Besonders bei Kinderwunschbehandlungen hilft sie, genetische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Was ist Präimplantationsdiagnostik?

Die Präimplantationsdiagnostik ist ein Verfahren, bei dem Embryonen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter genetisch untersucht werden. Sie wird im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, meist einer In-vitro-Fertilisation, durchgeführt. Ziel ist es, Embryonen ohne schwerwiegende Erbkrankheiten auszuwählen. Dabei werden einzelne Zellen entnommen und mithilfe moderner Molekulargenetik analysiert.

Ablauf und genetische Untersuchung

Nach der Befruchtung im Labor entwickeln sich die Embryonen einige Tage. Anschließend entnimmt man eine oder mehrere Zellen zur genetischen Analyse. Häufig werden Verfahren wie PCR oder Next-Generation-Sequenzierung eingesetzt, um Chromosomenstörungen oder monogene Erkrankungen festzustellen. Erst danach wird ein genetisch unauffälliger Embryo in die Gebärmutter eingesetzt.

Medizinische und ethische Aspekte

Mithilfe der Präimplantationsdiagnostik können schwere Erbkrankheiten vermieden und potenzielles Leid reduziert werden. Gleichzeitig wirft sie ethische Fragen auf, etwa zur Selektion von Embryonen oder zum Umgang mit genetischen Merkmalen. In vielen Ländern ist die Anwendung der Präimplantationsdiagnostik gesetzlich streng geregelt.

MedAT-Beispielfrage

Welche Aussagen treffen auf die Präimplantationsdiagnostik (PID) zu?

1. Sie wird nur nach einer natürlichen Befruchtung angewendet.
2. Sie dient der genetischen Untersuchung von Embryonen vor dem Einsetzen in die Gebärmutter.
3. Es werden eine oder mehrere Zellen des Embryos entnommen und analysiert.
4. Mit der PID können Chromosomenstörungen und monogene Erkrankungen festgestellt werden.
5. Die PID ist in allen Ländern uneingeschränkt anwendbar.

A) 1, 3 und 5 richtig.
B) 2, 3 und 4 richtig.
C) 1, 2 und 4 richtig.
D) 3, 4 und 5 richtig.
E) Alle Aussagen sind richtig.

Die Antwort findest du im Video.

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Da dieses Kapitel 2026 neu in die BMS-Stichwortliste aufgenommen wurde, kann noch kein endgültiger Tipp gegeben werden. Konzentriere dich jedoch vor allem auf den grundsätzlichen Einsatz dieser Diagnostik, die zugrundeliegenden Methoden und den Unterschied zur Pränataldiagnostik. Um das Thema zu vertiefen und zu perfektionieren, besuche gerne unsere E-Learning-Plattform MEDBREAKER ONE.