Aufbau eukaryotischer Gene

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Die eukaryotische Gen-Struktur ist komplex und faszinierend. Ein eukaryotisches Gen besteht aus mehreren Komponenten, die gemeinsam sicherstellen, dass die genetische Information korrekt ausgedrückt wird. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf den Aufbau der eukaryotischen Gene und ihre funktionellen Einheiten.

Codierende und nicht codierende Elemente

Die Transkriptionseinheit eines Gens bei Eukaryoten besteht aus codierenden Elementen, den sogenannten Exons, und nicht codierenden Elementen, den Introns. Exons sind die Teile des Gens, die letztendlich in Proteine übersetzt werden. Introns hingegen werden zwar transkribiert, aber vor der Translation aus der mRNA entfernt.

Regulatorische Sequenzen

Vor den eigentlichen codierenden Sequenzen und zwischen den Introns befinden sich wichtige regulatorische Gensequenzen. Diese kurzen DNA-Abschnitte, bekannt als Promoter oder Enhancer, spielen eine zentrale Rolle bei der Genregulation. Promoter sind nicht transkribierte Regionen, die Transkriptionsfaktoren binden, um die Initiation der Transkription zu fördern. Enhancer verstärken die Transkription weiter, indem sie ebenfalls spezifische Proteine binden.

Auf der anderen Seite gibt es Silencer, die die Transkription reduzieren. Sie binden Repressorproteine, die die Genexpression unterdrücken. Diese dynamischen Wechselwirkungen zwischen Promotern, Enhancern und Silencern sind entscheidend für die präzise Regulation der Genaktivität bei Eukaryoten.

Das offene Leseraster

Ein zentraler Bestandteil eines eukaryotischen Gens ist das offene Leseraster (ORF – Open Reading Frame). Es ist der Abschnitt der Transkriptionseinheit, der zwischen dem Start- und Stopcodon liegt. Der ORF ist verantwortlich für die Codierung der Aminosäuresequenz eines Proteins. Es gibt jedoch auch Regionen im Gen, die transkribiert werden, aber nicht für Aminosäuren codieren. Diese nicht-codierenden Regionen nehmen oft regulatorische Rollen ein. 

Fazit

Der Aufbau eukaryotischer Gene ist vielseitig und gut organisiert. Eukaryotische Gene umfassen codierende Exons, nicht codierende Introns und verschiedene regulatorische Sequenzen wie Promoter, Enhancer und Silencer. Diese Elemente arbeiten zusammen, um die Genexpression präzise zu steuern und sicherzustellen, dass die genetische Information korrekt umgesetzt wird. Ein tiefes Verständnis dieser Strukturen und ihrer Funktionen ist essentiell für die moderne Genforschung und Biotechnologie.

MedAT-Beispielfrage

Welche Aussagen über die Struktur und Funktion eukaryotischer Gene sind richtig?

1. Introns werden vor der Translation aus der mRNA entfernt.
2. Ein Open Reading Frame (ORF) kodiert die Aminosäuresequenz eines Proteins.
3. Enhancer sind transkribierte Bereiche, die die Proteinproduktion direkt erhöhen.
4. Silencer unterdrücken die Genexpression, indem sie Repressorproteine binden.
5. Exons sind nicht kodierende Bereiche eines Gens.

A) Aussage 1 und 2 sind richtig.
B) Aussage 1, 2 und 4 sind richtig.
C) Aussage 3 und 5 sind richtig.
D) Aussage 2, 3 und 4 sind richtig.
E) Alle Aussagen sind richtig.

Die Antwort findest du im Video.

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Unser Biologie-Insider-Tipp für deinen MedAT

Insider-Tipp von Max (MasterClass-Tutor)

Für den MedAT solltest du ein grundlegendes Verständnis von eukaryotischen Genen haben. Insbesondere solltest du die Funktion von Introns nicht mit der von Exons verwechseln und die Begriffe offenes Leseraster, Promotor, Enhancer und Silencer kennen. Wenn du mehr über den Aufbau eukaryotischer Gene erfahren möchtest, dann besuche gerne unsere E-Learning-Plattform MEDBREAKER ONE.