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Angst vor dem MedAT? Tipps gegen Prüfungsstress

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Allein der Gedanke an den Medizin-Aufnahmetest MedAT macht dich nervös, lässt deine Hände schwitzen und dich an dir selbst zweifeln? Dann leidest du womöglich unter Prüfungsangst oder Prüfungsstress. Kein Wunder, der MedAT ist eine Prüfung, die dein Leben verändern kann. An diesem Tag wird entschieden, ob du an einer der österreichischen öffentlichen medizinischen Universitäten studieren darfst oder nicht. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile zahlreiche Strategien, mit deinen du dein Mindest trainieren kannst. Wir zeigen dir, wie du deine Angst und deinen Stress überwinden kannst.

Was ist Prüfungsstress?

Stress ist biologisch gesehen ganz einfach eine Reaktion des zentralen Nervensystem und bezeichnet zusammengefasst einen Zustand des Ungleichgewichts. Ungelöste Probleme am Arbeitsplatz oder Überforderung an der Uni oder bei der MedAT-Vorbereitung können psychische Belastungen hervorrufen. Auch Infektionen oder Medikamente können im Körper Stress auslösen. Weitere Stressarten sind physischer Stress (körperliche Arbeit), sensorischer Stress (Reizüberflutung, Schlafmangel, Lärmbelästigung) und metabolischer Stress (falsche Ernährung). Wie du siehst, Stress kann viele Ursachen haben.

Wie kann sich Prüfungsstress anfühlen?

Prüfungsangst kann sich unterschiedlich bemerkbar machen. Beim Lernen der MedAT-Untertests hast du womöglich schon einmal kognitiven Stress in Form von Konzentrationsstörungen, Denkblockaden oder kreisende Gedanken gehabt. Wenn du nervöser, negativer, ängstlicher und gereizter bist als sonst, dann kann das emotionaler Stress sein. Stress kann sich außerdem körperlich äußern. Vielleicht hast du vor einer wichtigen Prüfung schon einmal Herzrasen, Kopfscherzen, Magenbeschwerden oder eine schnelle Atmung gehabt. Stress kann auch dein Verhalten ändern: Möglicherweise ziehst du dich immer mehr zurück und vermeidest das Lernen auf den MedAT.

Die Stressarten im Überblick

  • Körperlicher Stress: erhöhter Puls, Herzrasen, Verspannungen, Kopfschmerzen, schnellere Atmung, Magenbeschwerden, Rückenschmerzen, sexuelle Unlust, Müdigkeit
  • Kognitiver Stress: Konzentrationsstörungen, Denkblockaden, kreisende Gedanken Emotional Nervosität, Angst, Gereiztheit, wenig Geduld
  • Emotionaler Stress: negative Denkweisen, Unzufriedenheit, innere Leere
  • Verhaltensbezoger Stress: vermehrte Fehltage in der Arbeit, sozialer Rückzug, Konflikte mit nahestehenden Personen, Vermeidung von Lernen, vermehrter Zigaretten oder Alkoholkonsum

Wir raten dir: Teile dir deine MedAT-Vorbereitung gut ein (z.B. nutze einen Lernplan) und mache regelmäßig Pausen. Wir sind es gewohnt, lange und ohne Probleme über unser Grenzen hinaus zu arbeiten. Oft erkennen wir unsere fehlende Energie erst, wenn gar nichts mehr geht (z.B. Burnout). Das Problem: Wenn dein Tank leer ist, dann kann es viele Monate dauern, bis du deine alte Energie wieder zurück hast. Daher ist es so wichtig, dass du achtsam mit deinem Körper und deinen Bedürfnissen umgehst und diese auch beobachtest. – Auch während deiner Vorbereitung auf den MedAT.

Diese Abbildung stellt die Stresskurve dar. Die x-Achse markiert das aufsteigende Stresslevel. Die y-Achse die Produktivität (von niedrig bis hoch). Diese Abbildung ist in einem Artikel zu Prüfungsstress zu sehen.

Was hilft bei Prüfungsstress?

Der MedAT bringt viel Stress und wahrscheinlich auch Unsicherheit und Angst in dein Leben. Damit du diese Herausforderung gut meistern kannst, haben wir drei zentrale Tipps für dich zusammengefasst:

Tipp 1: Setze dich mit dir selbst und dem MedAT auseinander

Es klingt vielleicht banal, doch nimm dir Zeit und beschäftige dich bewusst mit dir selbst und dem MedAT. Dieses Reflektieren kann dir dabei helfen, dein Mindest zu stärken und dich zudem motivieren. Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  • Was für Prüfungserfahrungen nehme ich aus meiner Kindheit/ Jugend mit? 
  • Waren diese Prüfungserfahrungen herausfordernd genug? Waren Sie überfordernd? Wurde von mir immer erwartet, die Schule gut zu meistern? Hatten meine Eltern keine Anforderungen an mich?
  • Wie hart war / bin ich zu mir selbst? Wenn eine Prüfung mäßig erfolgreich absolviert wurde?
  • Wie wichtig ist der Medizin-Aufnahmetest für mich?
  • Wofür mache ich es?
  • Was passiert, wenn ich den MedAT nicht schaffe? Habe ich einen Plan B?
  • Wie hart bin ich zu mir selbst?
  • Wie kann ich mein Potenzial am Prüfungstag nutzen und Blockaden vermeiden?

Tipp 2: Versuche lösungsorientiert zu denken

Du bist sicher auch schon oft mit offenen Augen im Bett gelegen und hast dir die schlimmsten Szenarien ausgemalt: Zu spät zum MedAT gekommen, Blackout beim MedAT,… Ein lösungsorientiertes Denken kann dir helfen, in solchen Situationen kühlen Kopf zu bewahren. So geht’s: Hinterfrage Schritt für Schritt deine Gedanken. Versuche dich so davon abzuhalten, von einem Worst-Case-Szenario in das nächste zu springen. Diese Fragen können dir dabei helfen:

  • Was denke ich gerade?
  • Wie viel Wahrheitsgehalt ist da drin?
  • Kann ich das, worüber ich gerade grüble, beeinflussen?
  • Was davon liegt in meinen kontrollierbaren Bereich?

Tipp 3: Integriere Achtsamkeit in deinen Alltag

Versuche täglich etwas Gutes für dich zu tun. Das kann ein Telefonat mit deiner Oma sein, ein Spaziergang im Wald, Sport im Fitnessstudio, ein Kinoabend mit Freunden, gesundes Essen,… Dadurch kannst du deinen Körper und Geist stärken und so die nötige Kraft und Energie tanken. Im besten Fall versuchst du eine kleine Routine zu finden, z.B. nimmst du dir jeden Tag Zeit für eine kurze Meditationsübung. Übrigens: Entspannungstechniken wie wie Meditationsübungen, autogenes Training und PMR (progressive Muskelentspannung) unterstützen dich dabei, während der Vorbereitung, nicht die Nerven zu verlieren. Doch auch am Prüfungstag können dir diese Techniken helfen, ruhig und entspannt zu bleiben.

Zum Abschluss bekommst du eine kleine Checkliste, die dir helfen soll, mehr Achtsamkeit in deinen täglichen Alltag zu integrieren und Prüfungsstress zu vermeiden:

  1. Überprüfe deine „Basics„: Schlafe ich genug? Esse ich gesund und ausreichend? Wie schaffe ich einen Ausgleich zum Lernen?
  2. Überprüfe deine eigenen Überzeugungen und woher du diese hast.
  3. Überprüfe deine Gedanken rund um das Thema Selbstkompetenz und Aufnahmetest (siehe Tipp 1).
Portrait-Foto von Tanja Ladstätter (Psychologin gibt Tipps zu den Themen Mindset und Prüfungsstress)

Die Autorin Mag. Tanja Ladstätter begleitet Menschen in herausfordernden Situationen mit passenden Reflexionsfragen, damit sie ihre eigenen Gedanken und ihr Verhalten besser verstehen und so ihr Leistungspotenzial voll ausschöpfen können. Seit 2022 coacht sie MedAT-Testteilnehmende in der MasterClass (Erfolgskurs). Mehr zu Tanja kannst du hier erfahren: psychologische-onlineberatung.at

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