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Medizinstudium: Was ist eine Famulatur?

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Sie gehört wohl zu den aufregendsten und spannendsten Erlebnissen in der Laufbahn des Medizinstudiums – die Famulatur! Beim Gedanken daran schlagen die Herzen der Medizinstudierenden höher, denn hier heißt es: fachliches Wissen endlich in die Praxis umsetzen! Um es einfach auszudrücken: Die Famulatur ist ein Praktikum in einer medizinischen Disziplin, welches entweder in einem Krankenhaus oder aber auch in einer Privatpraxis oder nicht-bettenführenden Einrichtung abgehalten wird.

Das ist eine Famulatur

Jede:r Medizinstudierende, die in Österreich studiert, ist laut Studienplan dazu verpflichtet, während ihrer Ausbildung eine gewisse Anzahl an Stunden zu famulieren. Dabei gelten je nach Universität und Standort unterschiedliche Regelungen. Normalerweise beträgt der Umfang der Pflichtfamulatur mindestens 12 Wochen. Natürlich kannst du darüber hinaus weitere freiwillige Famulaturen absolvieren. In der Famulatur geht es darum, Praxisluft zu schnuppern und schon mal einen kleinen Einblick in die Arbeitswelt von Mediziner:innen zu bekommen. Somit kann die Famulatur auch bei der Auswahl der Disziplinen, welche im KPJ (klinisch praktischem Jahr) absolviert werden, hilfreich sein. Außerdem ist es die perfekte Gelegenheit, schon eine Tendenz in eine spätere Fachrichtung zu entwickeln. 

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So planst du deine Famulatur

Doch wie plant man nun seine Famulatur und wie geht man an die ganze Sache bestmöglich ran? Vorerst bietet sich ein kleines Brainstorming an: Welche Fachrichtungen finde ich spannend und für welche klinischen Fächer kann ich mich eher wenig begeistern? Falls du dich im weiten Meer der Medizin-Richtungen noch ein wenig verloren fühlst, lies dir den Katalog für Sonderfächer der Österreichischen Ärztekammer (www.aerztekammer.at/ausbildung-fachaerzte) durch. Dort kannst du dir einen Überblick über die Disziplinen zu verschaffen. Somit vernachlässigst du auch wirklich keine Fachrichtung, in die du gerne reinschnuppern würdest!

Foto aus der Famulatur
Tara hat beispielsweise eine Famulatur bei den Diakonissen in Schladming in der Unfallchirurgie absolviert und eine im AKH in Wien in der Kardiologie.

Wenn du einmal einen Grundbauplan mit interessanten Disziplinen gefertigt hast, kannst du weitere Schritte einleiten. Wie zum Beispiel die Wahl des Krankenhauses / der Klinik, wo du die Famulatur absolvieren willst. Außerdem solltest du dir auch überlegen, wie viele Wochen du auf der jeweiligen Station famulieren möchtest – denn auch hier gibt es Vorgaben und Richtlinien seitens deiner Universität. Informiere dich am besten also parallel zur Famulatur-Planung auch auf der Homepage deiner Uni. 

Grundvoraussetzung für die Absolvierung einer Famulatur ist der Erwerb der Famulaturlizenz. Dieses Prozedere gestaltet sich je nach medizinischer Universtität auch wieder unterschiedlich. Hierbei geht es meist darum, medizinische Grundfertigkeiten (wie z.B. chirurgisches Händewaschen, Wunden nähen, ärztliche Gesprächsführung) nachzuweisen. Sobald du diese Prüfung absolviert hast, bist du ready für’s Krankenhaus! Solltest du bereits im ersten Jahr ohne der Reife famulieren wollen, dann ist das auch möglich, jedoch ist dieses Praktikum dann freiwillig und zählt nicht zu den zu absolvierenden Praktika.

In welchem zeitlichen Rahmen du deine Famulatur ablegst, ist dir selbst überlassen. Einige Medizinstudenten legen ihre Praktika in die Sommerferien, einige famulieren jedoch auch während des Semesters (z.B. Weihnachtsferien oder Osterferien). Wichtig ist auf jeden Fall, dass du deine Famulatur in die lehrveranstaltungsfreie Zeit legst, sonst wird dir die Famulatur nicht angerechnet.

Das darfst du während deiner Famulatur machen

Wie du siehst, geht es also in der Famulatur darum, praktische Fähigkeiten zu erwerben. Im Vordergrund steht natürlich der Wissenserwerb. Wie viele Tätigkeiten du bereits selbst übernehmen darfst, hängt von deiner Motivation, deinem Engagement und deinem Selbstvertrauen ab. Je engagierter du dich zeigst, umso mehr Aufgaben wird dir deine Praktikumsleitung übertragen. Sei jedoch nicht frustriert, wenn du nicht sofort alles selbstständig und alleine durchführen darfst. Denn auch hier gilt: Den Profis bei der Arbeit zuzuschauen, kann auch ganz aufregend sein! 

Wichtig ist, dass du dich in deiner gewählten Fachdisziplin wohlfühlst und das Bestmögliche aus der Famualtur für dich herausholst! Mithilfe der Famulaturen gelingt es dir garantiert, die perfekte Fachrichtung für dich persönlich zu finden! 🙂 

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